Unternehmer Rat begrüßt Öffnung der Linksabbiegerspur am Emilienplatz
Weitere verkehrserleichternde Lösungen müssen folgen
veröffentlicht am 22. Dezember 2025
Der Unternehmer Rat Hagen begrüßt die Öffnung der zweiten Linksabbiegerspur am Hagener Emilienplatz, deren Sperrung mehr als fünf Jahre zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Verkehrsflusses in der Innenstadt geführt hat. Die Unternehmer sehen in der Spurfreigabe, die durch Oberbürgermeister Dennis Rehbein und dem Regierungspräsidenten Heinrich Böckelühr letzte Woche symbolhaft vollzogen wurde, ein Signal, das in die richtige Richtung weist. Gleichzeitig sind sich alle darüber einig, dass weitere verkehrserleichternde Maßnahmen folgen müssen.
„Die Öffnung der zweiten Linksabbiegerspur ist ein Anfang, um die angespannte Verkehrssituation im Zentrum zu entlasten“, sagte Marc Simon, Geschäftsführer des Logistikunternehmens „Cosi Stahllogistik“. Und auch Alexander Poll, Geschäftsstellenleiter der Versicherungsagentur „Poll, Stein und Longerich“, zeigte sich erfreut über die Spurfreigabe: „Für jeden Hagener Autofahrer, der den Ring nutzen muss, ist der letzte Freitag ein Feiertag und ein erster Mosaikstein zur Wiederherstellung einer funktionierenden Infrastruktur“, betonte er und regte zugleich u.a. an, die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung zu überdenken. Im Folgenden einige weitere Stimmen aus der Unternehmerschaft:
„Ich freue mich, dass der Verkehr am Emilienplatz zumindest aus der einen Richtung wieder rollt. Das ist gut für die Erreichbarkeit der Innenstadt. Bleibt zu hoffen, dass bald weitere Schritte folgen und auch in puncto Ebene 2 schnell gehandelt wird, damit wir überall in Hagen eine grüne Welle haben werden“, erklärt Domenico Di Paolo, dessen Restaurant Enotria Vino direkt am Emilienplatz liegt.
Dieser Ansicht schloss sich der Hagener Unternehmensberater Dr. Lars Immerthal an und ergänzte: „Mit der Freigabe der Spur wird eine nicht nachvollziehbare Maßnahme aufgehoben – eine Maßnahme, die den Verkehrsfluss nur unnötig beeinträchtigt hat und kaum dazu beigetragen haben dürfte, das Verkehrsaufkommen und die Feinstaubbelastung zu reduzieren“, sagte er und sprach sich dafür aus, pragmatische Lösungen zur Entlastung der angespannten Verkehrssituation in der Innenstadt zu finden. Damit stimmte er mit Søren Kloch, Inhaber des Modegeschäfts „Søren Fashion“ in der Fußgängerzone, überein: „Für den Einzelhandel kann man diesen Schritt nur positiv bewerten, da Kunden die Innenstadt jetzt schneller erreichen können. Die Öffnung hätte schon längst erfolgen können“, sagte er.
Auch Winfried Bahn, Initiator des Unternehmer Rat Hagen, sieht in der Spurfreigabe ein positives Signal für Hagen. Damit sei ein Stück Normalität wiederhergestellt worden. „Es ist wichtig, dass sich die Bürger und Unternehmer in Hagen versorgt fühlen. Die Öffnung der zweiten Linksabbiegerspur kann zu etwas mehr Zufriedenheit in der Bevölkerung beitragen“, stellte er fest, wobei er ebenso auf die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrssituation verwies: „Nur durch schnelle, unkomplizierte Lösungen lässt sich die verkehrliche Zukunftsfähigkeit und Erreichbarkeit der Hagener Innenstadt sicherstellen – eine wesentliche Voraussetzung für einen attraktiven und erfolgreichen Standort“, betonte er.