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Abwärtsspirale in der Hagener Innenstadt stoppen:

Unternehmer Rat Hagen spricht sich für schnelle Maßnahmen aus

veröffentlicht am 12. August 2025

    Die Innenstadt ist die Lebensader einer Stadt und verdient Wertschätzung. Betrachtet man den Zustand des Hagener Zentrums, hat es allerdings nicht den Anschein, als würde ihr eine wertschätzende Haltung entgegengebracht. Die Aufenthaltsqualität in der City sinkt zusehends. 
    Das ist nicht bloß ein subjektiver Eindruck, sondern lässt sich anhand zahlreicher Fakten belegen. Signifikantes Beispiel sind die Vitrinen in der Fußgängerzone, die sich seit Monaten in desolatem Zustand befinden. Darüber hinaus weisen zahlreiche weitere Entwicklungen auf die Abwärtsspirale in Hagens Stadtkern hin. Im Rahmen seines in Kürze erscheinenden Werte- und Strategiekompasses 2025 hat der Unternehmer Rat Hagen einen Faktencheck erstellt, der eine eindeutige Tendenz aufzeigt: nach unten. Überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit, Rückgang der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und unterdurchschnittliches Niveau des verfügbaren Einkommens aller Privathaushalte – all diese Faktoren führen dazu, dass die Kaufkraft in Hagen unterhalb des bundesweiten Durchschnitts liegt. In den verschiedensten Lebensbereichen sind in Hagen im Vergleich zum gesamten Bundesgebiet schlechtere Werte festzustellen, und das bereits seit vielen Jahren. Aufhorchen lässt auch das Pendlersaldo, also die Differenz zwischen Ein- und Auspendlern. Waren 2021 mit 39.466 noch mehr Ein- als Auspendelnde zu verzeichnen, so überwiegt nun die Zahl der Pendelbewegungen aus Hagen heraus. Für 2023 wurden 39.079 Auspendelnde registriert, während es nur 38.217 Pendelbewegungen nach Hagen hinein gab – mit Auswirkungen auf die Belebung der Stadt: Die Tagesbevölkerung, also Zahl der Personen, die sich an einem Werktag in Hagen aufhalten, sinkt seit Jahren. Auch diese Entwicklung belegt den Abwärtstrend, in dem sich Hagen befindet. Die Konsequenz: Kaufkräftige Konsumenten weichen auf umliegende Städte aus, die Kaufkraft sinkt immer weiter.  
    Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist schnelles Handeln unabdingbar. „Wenn die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Aufwertung der Innenstadt nicht umgehend angegangen werden, verliert Hagen immer mehr den Anschluss. Hagen hat viel Positives zu bieten, man muss die Potenziale nur nutzen. Dazu sind Politik und Verwaltung jetzt gefordert. Es ist zu spät, erst nach den Wahlen zu handeln“, mahnt Winfried Bahn, Initiator des Unternehmer Rat Hagen.